Wir befinden uns aktuell in einer Krise der psychischen Gesundheit unserer Gesellschaft!
Die Zahlen psychischer Erkrankungen, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, sind alarmierend. Durch die vielen Krisen auf der Welt, wachsende Einsamkeit und die problematische Abhängigkeit von Techkonzern, die Social Media zunehmend als Waffe einsetzen, wird dieser Trend noch verschärft.
Gleichzeitig droht eine Zunahme der politisch verschuldeten Krise der psychiatrischen und psychotherapeutischen Versorgung, die durch die Budgetkürzungen seit Beginn diesen Monats und die noch geplanten Einschnitte im Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherungen verschärft wird.
Seit Jahren ist bekannt, dass der steigende Bedarf an Psychotherapie nicht durch die künstlich gedeckelte Zahl an niedergelassenen Psychotherapeuten gedeckt werden kann. Wir brauchen mehr Kassensitze und niedrigschwellige Strukturen, um Wartezeiten zu verringern, Chronifizierung von Erkrankungen vorzubeugen und damit letztlich auch volkswirtschaftlich Geld einzusparen. Denn nicht behandelte psychische Erkrankungen bergen das Risiko von langfristigen Krankschreibungen und sind zudem der häufigste Grund für Frühverrentung.
Ich unterstütze deshalb die berechtigten Forderungen des ‘Aktionsbündnisses Psychotherapie’ und rufe die Lübeckerinnen und Lübecker dazu auf, am 25.04. um 13:00 Uhr zum Holstentor zu kommen und gemeinsam für ausreichende Kapazitäten und eine Ausfinanzierung der psychotherapeutischen Weiterbildung zu demonstrieren. Es geht nicht nur um die Zukunft einer Berufsgruppe, es geht um die Gesundheit von uns allen!